Code & Context (B.Sc.)

Exploratives Bachelorstudium in digitaler Praxiswerkstatt

Handlungsfelder

Coding Software

Im Bereich der Software Entwicklung modellieren und abstrahieren Absolvent*innen die fachlichen Aspekte von Anwendungssystemen. Sie dekomponieren Problemstellungen in Teilprobleme, die in dedizierten Software-Komponenten durch eine Implementierung gelöst werden. Das Handlungsfeld »Coding Software« fasst die späteren beruflichen Tätigkeiten in diesem Bereich zusammen. Weitere Aktivitäten der Absolvent*innen in diesem Handlungsfeld werden beispielsweise sein:

  • das Schreiben von Source Code,
  • das Implementieren von Software in Teams,
  • das Anwenden agiler Vorgehensmodelle,
  • das Entwerfen von Software Architekturen,
  • das Entwickeln von Services im Backend und von Interfaces,
  • das Testen von Source Code und Komponenten,
  • das Absichern von Software Systemen,
  • das Bereitstellen und in Betrieb nehmen von Software-Systemen.

Studierende des Studiengangs bilden in diesem Bereich Kompetenzen, um Software von einem ersten low-fidelity Prototypen bis zum Minimal Viable Product entwickeln zu können. Diese Kompetenzen werden insbesondere den Kompetenzclustern »Software Development and Architecture« und »Agile Methoden« zugeordnet.

Developing Things

Im Bereich der Entwicklung digitaler Produkte realisieren die Absolvent*innen smarte Objekte, die nicht nur ein digitales Abbild, sondern auch eine dingliche Repräsentanz besitzen, bzw. mit der realen Welt korrespondieren. Zum Handlungsfeld »Developing Things« gehören des Weiteren folgende exemplarische Tätigkeiten:

  • das Prototyping verschiedener Alternativen im Entwicklungsprozess,
  • die Verwendung von Sensoren, um Input der dinglichen Realität zu messen,
  • die Nutzung von Aktoren, um eine physikalische Wirkung zu erzeugen,
  • das Implementieren von Software für Mikrocontroller, Kleinstcomputer und mobile Devices,
  • die gestalterische Arbeit mit den Wechselbeziehungen programmierter und materieller Eigenschaften smarter Objekte,
  • das integrative Entwerfen von Code und Material,
  • das Reflektieren von Funktionalität und Ästhetik,
  • das Implementieren von smartem Systemverhalten auf Basis künstlicher Intelligenz,
  • die Vernetzung physikalisch verteilter Komponenten,
  • die Realisierung von Clients auf Basis einer natürlichen Mensch-Computer-Interaktion.

Für das berufliche Handlungsfeld »Developing Things« bilden die Studierenden im Studiengang Kompetenzen, um dingliche und realweltliche Artefakte mit digitalen Systemen vernetzen zu können. Diese Kompetenzen werden insbesondere den Kompetenzclustern »Dual Reality and Smart Spaces« und »Creative Coding zugeordnet«.

Designing Futures

Absolvent*innen erfassen die ganzheitliche Wirkung von interdisziplinären Ideen, Phänomenen, Szenarien, Visionen, Hypothesen, Produkten und deren Wirkungsweisen. Sie stellen sich den Herausforderungen einer sich rapide und nachhaltig wandelnden Gesellschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft. Ein ganzheitliches Designverständnis und Ansätze wie Integrated Design, Critical Design, Speculative Design und Design Research befähigen sie, Erfahrungen in mehreren Dimensionen - auch jenseits von UI-, UX- oder HCI-Themen - zu gestalten und die kritische Auseinandersetzung mit relevanten Themen zu suchen. Zu den Tätigkeiten in diesem Handlungsfeld gehören exemplarisch:

  • das Erfassen von Kontexten,
  • das kritische Hinterfragen und spekulative Entwickeln neuer Produktideen,
  • der Einsatz künstlerischer Ansätze zur kreativen Gestaltung,
  • die Stimulation kreativen Denkens zur Ideenbildung und Förderung von Kreativprozessen,
  • das Beobachten und Verstehen sozio-kultureller Phänomene,
  • die Entwicklung und Darstellung zukunftsrelevanter Szenarien, basierend auf der spekulativen Wahrnehmung der Bedürfnisse der Nutzer*innen von morgen,
  • Design im Dialog mit verschiedenen Stakeholdern, durch den Einsatz von Participatory-Design- und Co-Design-Methoden,
  • das Prototyping in verschiedenen Dimensionen unter Verwendung verschiedener Prototyping-Methoden,
  • das Experimentieren mit Material, Modell, Methoden, Wissenschaft, Ethik und Philosophie.

Für das berufliche Handlungsfeld »Designing Futures« entwickeln die Studierenden im Studiengang Kompetenzen, um innovative Produkte und ihre Wirkung ganzheitlich gestalten zu können. Diese Kompetenzen lassen sich den Clustern »Interaction, Empathy and Emotion«, »Technical Society, Culture and Ethics«, »Communication« und »Creative Coding« zuordnen.

Creating Impact

Absolvent*innen entwerfen, entwickeln und evaluieren digitale Produkte und Applikationen, die auf soziale, kulturelle und ökonomische Phänomene und Entwicklungen reagieren und einwirken. Sie erkennen gesellschaftliche und wirtschaftliche Strömungen, können diese bewerten und daraus Potenziale für digitale Produkte und soziale Innovationen ableiten. Zu den Tätigkeiten in diesem Gebiet gehören:

  • das Entwickeln und Bewerten von Ideen für neuartige Produkte und Prozesse,
  • das Reflektieren dieser Produkte und Prozesse in ihrer gesellschaftlichen Rolle (Technikfolgenabschätzung, STS: Science Technology and Society),
  • das Erproben von Zwischenständen mit realen Nutzern (Prototyping),
  • das Entwickeln von Lösungen unter Einbeziehung dieser Nutzer (partizipative Strategien),
  • die Nutzbarmachung dieser Lösungen als kommerzielles Produkt, Dienstleistung, freie Software oder kollaborative Anstrengung einer Community,
  • das Entwickeln von Geschäfts- und Betreibermodellen, also betriebswirtschaftlichen Konzepten zum Aufbau von Unternehmen, Communities und anderer Strukturen für ein Produkt oder eine Dienstleistung,
  • Konzeption, Design und Entwicklung von Kommunikation und Produkten aus den Perspektiven relevanter Stakeholder (wie bspw. User*innen, Kund*innen, Designer*innen, Coder*innen, Bürger*innen, Staat, Börse),
  • das Hervorbringen sozialer Innovationen auf Basis vernetzter digitaler Applikationen,
  • das Gründen von Start-ups und alternativer Strukturen (non-profit, NGO) zum Erproben von Geschäftsideen,

Für das berufliche Handlungsfeld »Creating Impact« entwickeln die Studierenden im Studiengang Kompetenzen, um relevante Produkte und Applikation zu entwickeln, ihre Ergebnisse nachhaltig Dritten zur Verfügung zu stellen und diese in ökonomischen und kulturellen Kontexten wirksam werden zu lassen. Daher steht dieses Handlungsfeld mit den Kompetenzclustern »Product Dimensions«, »Technical Society, Culture and Ethics« und »Entrepreneurship and Social Innovation« in Beziehung.